KünstlerInnen

Michael Bloeck:
Michael Bloeck kann man in Frankfurt Rödelheim, im Bahnhofsviertel oder im Frankfurter Ostend finden. Besser nicht sehen sollte man ihn – wie viele andere sicher auch – auf der Toilette. Im Alltag berauscht er sich an der Liebe zum Garten. Was für ihn das kreative Arbeiten zum Rausch macht, weiß er nicht. Sein Motto aber ist „Rausch“.
Zum Vorgeschmack auf seine Arbeit, hier ein kleiner Auszug aus seinem Gedicht Sag mit Furz, wie heißt dein Lied?

Spielst du Klavier und liebst die schwarzen Tasten ?
Bist du die Flöte, die so flötet, das der Geruch so manchen tötet ?
Oh sag mir Furz, wie heißt dein Lied ?
Bist du ein Drummer der so reinhaut richtig laut ?
Bist du ein Bass ganz tief heraus , tief aus dem Darm hinaus ?
Oh, sag mir Furz wie heißt dein Lied ?
Bist du ein Stadelmusikant,
mit Tuba vor der braunen Wand ?

Rainer Boehm:
Der Rausch im Alltag liegt für Rainer Boehm in Zeichen. Das kreative Arbeiten wird für ihn zum Rausch, indem er einfach nicht denkt. Man findet ihn beim Wandern, doch abseits vom Weg sollte man ihn besser nicht sehen. Sein Motto lautet „Mit halbgeschlossenen Augen gehen“.

Julia Erb / Frauke Voigt ( aufzeichnen-abzeichnen the German-Wandschrank-Project ) :
Dinge, die ihr Leben ( fast ) hinter sich haben, abgelebt sind und aussortiert wurden, finden in der Schrankwand von Julia Erb und Frauke Voigt, die viele aus der Atelier- und Ausstellungsgemeinschaft Trafo e.V. kennen, einen temporären Zwischenstopp auf ihrem Weg zur Müllhalde. Die beiden engagierten Künstlerinnen aus Gießen haben aus ihrer Arbeit für das rauschhaus(3) das German-Wandschrank-Project hervorgebracht. So können diese Dinge durch die Geschichten, die sie hervorbringen ein letztes Mal belebt werden. Die ArchivbesucherInnen sind eingeladen, ihre Fantasien, Erinnerungen und Erfahrungen zu diesen Dingen niederzuschreiben und damit die Sammlung des German-Wandschrank-Project zu bereichern. Archivgäste bewegen sich somit spielerisch zwischen den beiden grundsätzlichen Modi von Welterfahrung und Weltkonstruktion: assoziativ, emotional, vernetzt einerseits und reflektiert, ordnend, interpretierend andererseits. Um ein Adoptionsverfahren wurde die Arbeit von Julia Erb und Frauke Voigt noch erweitert.  Eine Bescheinigung zur Adoption findet sich Adoptionsbescheinigung.

Lea Gerschwitz ( Projekt Tell ) :
Lea Gerschwitz ist Teil der Gruppe, die an einem Projekt zu Wilhelm Tell arbeiten. Ihre Rolle bei dieser Arbeit ist vor allem die Dramaturgie bzw. Produktion. Auch deshalb findet man sie vielleicht am ehesten hinter der Bühne. Im Alltag kann sie sich an Texten berauschen. Verlinkungen entdecken, erschaffen, verwerfen und verwenden macht das kreative Arbeiten dann für sie zum Rausch.

Michael Grünbeck:
Michael Grünbeck berauscht sich im Alltag an Formeln wie z.B. Umwelt + X³= r¹. Die Übersetzung des Jetzt in Kreativität und Schöpfung macht das ( kreative ) Arbeiten für ihn dann zum Rausch. Genau dort findet man ihn auch, im Hier und Jetzt. Besser nicht sehen sollte man ihn dafür beim Morgen – Orakel. Sein Motto: Ersmamensch / Focus determines reality / Aloha

Simone Isenmann:
Simone kann sich im Alltag an kleinen Illusionen, amüsanten Menschen, der Natur und ihrer Lebendigkeit sowie am schnellen Fahrradfahren berauschen. Zu ihrer kreativen Arbeit sagt sie selbst folgendes:
Die Installation im rauschhaus(3) this world is not enough ist der Beginn des Projekts views in chrystal.

Im rauschhaus begann eine seltsame maschine, energetisch versorgt von dem magic bone, neue Welten und Perspektiven zu erschaffen. Diese Maschine scheint aus uns selbst gekommen zu sein und arbeitet wohl unaufhörlich. Landschaften flossen und waberten aus den Wänden und dem Boden, rostige Rohre krochen in den Raum, alles verkabelt und verbunden.
Fortan gelten also nicht länger die Regeln der Rationalität, sondern allein die unserer Vorstellungskraft. all is believe. Wozu das führt, wird im kommenden Jahr an verschiedenen Orten zu erleben sein. über www.viewsinchrystal.wordpress.com kann jeder teilhaben und außerdem erfahren wann und wo die Welten in Erscheinung treten werden.
hello creator!

 

Till Korfhage:
Die Versunkenheit macht für Till Korfhage das kreative Arbeiten zum Rausch. Man findet Korfhage, indem man ihn sucht ( wer suchet, der findet ). In Funk und Fernsehen sollte man ihn besser nicht sehen. Und wohl auch gar nicht erst suchen. Auf die Frage, woran er sich im Alltag berauschen kann, kam das knappe, aber krasse Statement „I only do cocaine“. Getreu seines Mottos bittet er darum, gewendet zu werden.

Volker Krieger:
Alles wird gut lautet sein Motto. Vielleicht nicht immer in seinen Träumen, denn da sollte man Volker Krieger lieber nicht sehen. Bier macht das kreative Arbeiten für ihm zum Rausch. Im Alltag sieht das allerdings ganz anders aus. Hauptberuflich ist Krieger Lehrer und von seiner Arbeit an einer Gesamtschule ist er ziemlich oft berauscht. Vor allem, wenn alles gut geht oder sogar mehr gut geht, als gut gehen muss. Besonders berauscht ist er auch von der oft plötzlich über ihn kommenden Erkenntnis, dass er mal wieder x Wirklichkeiten hintereinander oder auch parallel erlebt und dabei nicht bekloppt wird. Privat sollte man ihn besser nicht besuchen, dafür aber auf einer seiner Internetpräsenzen ( z.B. www.volkerkrieger.de )

Patrick Müller:
Der Alltag an sich ist für ihn der größte Rausch, ein riesiges Rauschen. Wenn Rausch der Zustand ist, in dem man die Kontrollzügel locker lässt, dann findet er dort meist Erstaunliches, was so nicht bedacht war. Das lässt dann oft den nächsten Rausch ausbrechen. Müller ist örtlich meist gebunden, doch gedanklich könnte man ihn mal hier, mal dort antreffen. Auch ihn sollte man lieber nicht auf der Toilette sehen. Sein Motto lautet NO RISK, NO FUN.

katalysator nonsens:
Nonsens findet man am besten unter dem allseits bekannten „ soschel-ned-wörk mit dem f“. An Backfischständen sollte man katalysator nonsens besser nicht sehen. Von Hunter S. Thompson stammt das Motto some may never live, but the crazy never die.

Wolf D. Schreiber:
Wie es einst für Künstler üblich war, findet man Schreiber im Kaffeehaus. Subversion ist für ihn im Alltag das Berauschende. Beim kreativen Arbeiten liegt der Rausch für ihn in der Schöpfung eines Werkes. Besser nicht sehen sollte man ihn am Telefon. Sein Motto lautet Keine Macht für Niemand!

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